Nachhaltigkeit macht den Unterschied

Redaktion PSI Journal

Veröffentlicht am 29.10.2019

Wirtschaftlich effizient, sozial gerecht, ökologisch tragfähig. Nüchtern und neutral betrachtet sind das die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit. Diese Dimensionen in Einklang zu bringen, ist das erklärte Ziel nachhaltiger Unternehmensführung. Und nicht nur dieser. Nachhaltigkeit spielt auch eine entscheidende Rolle, wenn es um positive Markenführung geht.

Nachhaltigkeit macht längst den Unterschied – in der kompletten Wertschöpfungskette. Hohe Produktqualität erwarten Verbraucher/Endkunden heute von vornherein. Nachhaltiges Denken und Handeln bietet deshalb einen echten emotionalen Mehrwert, zumal dann, wenn „das Thema Nachhaltigkeit einprägsam, individuell und kreativ – vor allem aber glaubwürdig“ implementiert wird, weiß Boris Hedde, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung, Köln. Nachhaltigkeit ist ein gewinnbringender Faktor – und das in jeder Hinsicht, schafft sie doch heute bereits „bis zu 13 Prozent Erklärungsanteil am Umsatz“, wie der Sustainable Image Score 2016 von Serviceplan Business Corporation zeigt. wenig verwunderlich also, dass auch in der Werbeartikelwirtschaft transparente Nachhaltigkeit stärker in den Fokus rückt. Die unternehmerische Gesellschaftsverantwortung (CSR, Corporate Social Responsibility) und der „Clean Company“-Gedanke sind sowohl in großen wie auch in kleinen Unternehmen bereits verankert oder finden mehr Bedeutung. So setzt jeder zweite Lieferant auf Nachhaltigkeit. Bei den Händlern ist es jeder Dritte, der konkrete Maßnahmen ergreift, um seine Tätigkeit zu zertifizieren oder Nachweise der Nachhaltigkeit zu erhalten. Langfristig ist der Trend ansteigend. Unternehmen, die sich den Prinzipien der Nachhaltigkeit verschrieben haben, werden als logische Konsequenz auch nachhaltige Werbeartikel einsetzen. Und wer sie einsetzt, möchte in der Regel wissen, woher sie kommen und unter welchen Bedingungen sie produziert werden.

„Grüne“ Werbeartikel liegen voll im Trend. Dabei ist Nachhaltigkeit sehr viel mehr als eine Modeerscheinung. Nachhaltigkeit ist Verpflichtung und gewinnt als solche in der Werbeartikelbranche weiter an Bedeutung. Umso wichtiger ist deshalb Transparenz, um bei der Komplexität und Vielzahl von qualitativ unterschiedlichen Zertifikaten den Überblick zu behalten und „Greenwashing“ einzudämmen.

Greenwashing…

… bezeichnet den Versuch von Unternehmen, durch Marketing und PR-Maßnahmen ein „grünes Image“ zu erlangen, ohne allerdings entsprechende Maßnahmen im Rahmen der Wertschöpfung zu implementieren. Bezog sich der Begriff ursprünglich auf eine suggerierte Umweltfreundlichkeit, findet dieser mittlerweile auch für suggerierte Unternehmensverantwortung Verwendung (wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/9119/greenwashing-v7.html)