GWW Erhebung beschreibt Auswirkungen der Corona-Krise auf die Werbeartikelbranche

Redaktion PSI Journal

Veröffentlicht am 29.04.2020

Der von Bund und Ländern verfügte Shutdown hat weitreichende Folgen für die gesamte Wirtschaft und den Arbeitsmarkt. Um in Erfahrung zu bringen, in welchem Maße speziell die Werbeartikelbranche mit den ihr angeschlossenen Unternehmen betroffen ist, hat der Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft e.V. (GWW) gemeinsam mit dem Kölner Institut für Handelsforschung IfH eine Befragung zu den Auswirkungen durchgeführt.

Befragt wurden in der Zeit vom 8. bis 20. April insgesamt rund 1.600 Lieferanten und Werbeartikelberater, von denen 393 an der Erhebung mitwirkten. Obwohl der der Befragung zugrunde gelegte Zeitraum von der Corona-Krise nur partiell erfasst wurde, sind die ablesbaren Auswirkungen laut Umfrage erheblich. Demnach haben 30% der Lieferanten und 45% der Berater allein für den Monat März Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Bei den Auftragsrückgängen liegt der Durchschnittswert für den benannten Zeitraum sogar bei 53%. Vorausschauend auf das 2. Quartal 2020 vermelden 66% der antwortenden Unternehmen Auftragsstornierungen. Rund 60% der Umfrageteilnehmer geben an, dass die Liquiditätsreserven maximal noch für das 2. Quartal reichen werden.

Die für die Mitglieder des Gesamtverbandes im geschlossenen Bereich vollumfänglich einzusehenden Ergebnisse der Befragung dienen laut GWW als Benchmark und können somit ggf. auch eine Hilfestellung bei der Beantragung von Krediten darstellen. Anhand der Ergebnisse will der Gesamtverband auf die herausfordernde Situation für die Werbeartikel-Wirtschaft und die drängenden Nöte der betroffenen Unternehmen hinweisen sowie nachhaltige steuer- und wirtschaftspolitische Unterstützung einfordern. Der Vorsitzende des Gesamtverbandes Frank Dangmann dazu: „Es bedarf zwingend zusätzlicher Maßnahmen seitens der Politik, um die Probleme der Unternehmen zumindest abzumildern. Der Gesamtverband hat mit Unterstützung des BGA und weiterer relevanter Wirtschaftsverbände eine Reihe von Vorschlägen erarbeitet, mit denen die drängendsten Probleme adressiert werden.“ www.gww.de