Vaude setzt auf Dienstradleasing und kooperiert mit JobRad®

Reiner Knochel

Veröffentlicht am 05.05.2020

Seit Jahren nimmt Vaude innerhalb der Textilbranche eine Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung ein. Sowohl am Standort Tettnang als auch bei der Produktion entlang der textilen Lieferketten. Seit 2015 setzt der Outdoorausstatter zudem unter dem Motto: „Rauf aufs Fahrrad, runter mit den Emissionen“ auf ein grünes Mobilitätskonzept.

1,3 Millionen Pendlerkilometer jährlich mit dem Rad

Für Vaude ist JobRad ein wichtiger Baustein seines Mobilitätskonzepts. „Rauf aufs Fahrrad, runter mit den Emissionen“ ist nicht nur der Slogan einer aktuellen Marketing-Kampagne, sondern gilt auch für die Mitarbeiter des Unternehmens. Rund 100 Mitarbeiter, immerhin ein Fünftel aller Beschäftigten, nutzen das JobRad-Angebot inzwischen.

Im Schnitt liegt der durchschnittliche Arbeitsweg der Vaude Mitarbeiter bei 14 km für eine Strecke – dies ist durchaus üblich für Firmen, die im ländlichen Raum ansässig sind. Diese Entfernung summiert sich auf 1,3 Millionen Pendlerkilometer im Jahr. Um den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad attraktiv zu machen, bietet Vaude den Mitarbeitern ein umfangreiches Mobilitätskonzept, das eine richtige Fahrradgarage, eine Reparaturwerkstatt mit „Schlauchomat“ und Werkzeug, Fahrradtechnik- sowie Reparaturkurse, Umkleiden und Duschen umfasst. Wer noch keine Erfahrung mit e-Bikes hat, kann zum Ausprobieren gratis die firmeneigenen Bikes ausleihen. Darüber hinaus dürfen die Batterien der e-Bikes kostenlos auf dem Firmengelände geladen werden.

Wer das Auto stehen lässt und mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt, öffentliche Verkehrsmittel benutzt oder Fahrgemeinschaften bildet, spart nicht nur Geld und trägt zum Umweltschutz bei, sondern wird von Vaude außerdem mit einer Mobilitätslotterie belohnt – einer wöchentlichen Auslosung von Sachpreisen für die teilnehmenden Mitarbeiter.

Durch diese und viele andere durchdachte Maßnahmen ist es Vaude gelungen, beim Büro-Umbau der letzten Jahre insgesamt 65 Parkplätze ersatzlos zu streichen. Stattdessen sind ein begrünter Campus und eine 10 Meter hohe Kletterwand für die sportbegeisterten Vaude Mitarbeiter entstanden.

So funktioniert JobRad

Laut JobRad liegen 50 Prozent aller getätigten Autofahrten in Deutschland bei unter fünf Kilometern. Ein Viertel aller Autofahrten sogar bei unter zwei Kilometern. 25 Prozent der Deutschen fahren mehrmals pro Woche Fahrrad. Wer regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fährt, ist laut JobRad im Schnitt 4 Prozent leichter und seltener krank. (Mehr Informationen dazu: www.jobrad.org)

Bereits 2008 erfand Gründer Ulrich Prediger in der Fahrradstadt Freiburg das Dienstradleasing. Seine Idee bestand darin, das Dienstfahrrad als gleichwertige Alternative zum Dienstwagen in Deutschland zu etablieren. Zwölf Jahre später kann JobRad Auszeichnungen wie den Klimaschutzpreis „Climate First“ (2017) oder den Neumarkter Nachhaltigkeitspreis (2018) vorweisen und ist laut eigenen Aussagen Marktführer im Dienstradleasing in Deutschland. Immer mehr Arbeitgeber in Deutschland bieten wie Vaude bereits die Nutzung von JobRad an und die Zahlen wachsen schnell: Innerhalb des letzten Jahres hat sich die Zahl sogar verdoppelt und liegt heute bei circa 20.000 Firmen.

JobRad sieht sich hierbei als Mobilitätsdienstleister und organisiert mit digitalen Lösungen die Überlassung der Dienstfahrräder zwischen Arbeitgebern, Mitarbeitern und Fahrrad-Fachhändlern. Der Arbeitnehmer sucht sich sein Wunschrad aus und dieses wird daraufhin vom Arbeitgeber geleast und dem Mitarbeiter zur beruflichen und privaten Nutzung überlassen. Bezieht der Arbeitnehmer das JobRad per Gehaltsumwandlung, kann er von einer steuerlichen Förderung (0,25 % Regel) profitieren. Finanziert der Arbeitgeber das Dienstrad komplett, ist dieses für den Mitarbeiter sogar steuer- und kostenfrei.

Weitere Informationen www.jobrad.org / www.vaude.com
Fotos: JobRad / Vaude
Text: Reiner Knochel