Solidarisch durch die Krise

Larissa Bohres

Veröffentlicht am 26.05.2020

In diesen schnelllebigen Zeiten ist eine flinke Reaktion auf aktuelle Situationen unerlässlich. Dass dabei auch die Zusammenarbeit der Branche nicht zu kurz kommen darf, zeigt das Unternehmen taschenprint.de. Die Marke von paperpoint solutions bedruckt normalerweise diverse Eigenprodukte, bietet derzeit aber auch an, Fremdprodukte zu veredeln.

Während sich das Unternehmen vor der Krise auf das Bedrucken von Taschen, darunter vor allem nachhaltige Baumwolltaschen, sowie Turn- und Jutebeutel spezialisiert hat, erweiterte es sein Sortiment jetzt auch um Masken. Dabei wird auch auf Fremdprodukte zurückgegriffen, sofern sich diese zum Druck eignen. Voraussetzung dafür ist das Zuschicken von Mustermasken, zur Überprüfung der Druckmöglichkeiten. Das Bedrucken selbst ist für das Unternehmen, das in erster Linie eine Druckerei ist und sein Handwerk beherrscht, kein Problem. Zwar sind die Masken etwas kleiner als Taschen, das Verfahren ist jedoch dasselbe. Die Masken werden im Siebdruck und Siebdruck-Transfer bedruckt, Polyestermasken im Sublimationsdruck. Im Grunde genommen kann also alles mit einem Werbelogo veredelt werden. Deshalb wurde bei der Entscheidung, Masken ins Sortiment zu nehmen, nicht lange gefackelt, schließlich werden diese zurzeit dringend benötigt.

Für die Vorbereitung des neuen Konzepts konnte aufgrund der rasanten Entwicklungen in der aktuellen Situation nicht viel Zeit eingeräumt werden. Es entsteht auch jetzt noch laufend neu.
Anpassungsfähigkeit zu zeigen, ist daher vor allem jetzt besonders wichtig. Umso erfreulicher ist es, wenn man sich dabei in der Branche gegenseitig unterstützen kann.

Großer Bedarf bei den Kunden

Die Möglichkeit, die Masken als Werbeartikel zu verwenden, kommt bei den Unternehmen, die so auf kreative Weise ihre Kunden unterstützen können, sehr gut an. Zwar läuft das Taschen-Geschäft weiter, jedoch werden diese aktuell deutlich weniger angefragt. Mittlerweile verfügt taschenprint.de auch über eine große eigene Auswahl verschiedener Produkte aus dem Bereich Masken. Diese wurden alle in Europa produziert und vielfältig kontrolliert.

taschenprint.de unterstützt außerdem diverse andere Online-Shops, die ebenfalls Masken anbieten, ganz nach dem Motto: Man hilft, wo man kann.
Aufgrund der hohen Nachfrage ist in Kürze ein eigener Online-Shop, sowohl für den B2B- als auch für den B2C-Bereich geplant. Die Angebotspalette soll außerdem erweitert werden. Zum Beispiel für Berufsgruppen, die aktuell der Maskenpflicht unterliegen.

Auf die Frage, wie es nach der Krise weitergeht, zeigt sich das Unternehmen offen. Durch das Bedrucken der Masken könne man sich vorstellen, in naher Zukunft auch weitere trendige Produkte wie T-Shirts oder Ähnliches zu bedrucken. An der Anpassungsfähigkeit sollte es, wie der Umstieg auf die Masken gezeigt hat, jedenfalls nicht scheitern. Dennoch wolle man zum Taschen-Geschäft zurückkehren, wenn die Masken kein Must-Have Produkt mehr sind. Generell sei man als Druckerei aber auch weiterhin offen für Fremdprodukte, wenn es sich zukünftig anbietet.

Foto: Anna Shvets von Pexels