IW erwartet Aufschwung in 2021

Redaktion PSI Journal

Veröffentlicht am 06.07.2020

Die Frühjahrs-Gutachten von Institutionen, Verbänden und Banken ergaben einen geschätzten Einbruch der der Wirtschaftsleistung in Deutschland zwischen rund 6 und über 7 Prozent für das laufende Jahr 2020. Die weltweite Rezession infolge der Corona-Pandemie ist für viele Wirtschaftszweige zurzeit noch eine große Herausforderung. Mit einer außerplanmäßigen Umfrage unter 31 Wirtschaftsverbänden hat sich nun das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ein genaueres Bild der Stimmungslage gemacht.

Langsame Erholung beginnt im dritten Quartal

Demnach wird das Vorjahresergebnis im überwiegenden Teil der Volkswirtschaft auch in der zweiten Jahreshälfte 2020 mehr oder weniger deutlich verfehlt. Ähnliche Produktionsrückgänge wie im zweiten Quartal dürften allerdings nicht zu erwarten sein. Im dritten Quartal wird im Großteil der Wirtschaft eine Erholung einsetzen, die jedoch nicht überall gleich stark ausfallen dürfte. Nicht alle Branchen, die derzeit besonders stark betroffen sind, erholen sich im Jahresverlauf 2020 entsprechend kräftig. Große Einbußen gegenüber dem Vorjahr werden im zweiten Halbjahr zum Beispiel noch im Hotel- und Gastgewerbe und in Teilen der Metallindustrie erwartet.

Teilweise kräftiges Wachstum 2021

Einige der befragten Verbände konnten bereits eine erste, vorläufige Prognose für das kommende Jahr abgeben. Vereinzelt wird auch für das kommende Jahr ein Minus erwartet, doch insgesamt 20 Wirtschaftsbereiche rechnen mit zum Teil kräftigem Wachstum gegenüber dem Krisenjahr 2020. Dabei müssen jedoch die Einbußen aus 2020 berücksichtigt werden. Die Zuwächse werden auch nicht überall ausreichen, um auf das Vorkrisenniveau zurückzukehren. Zudem wird das Produktionspotenzial in der Industrie und im Dienstleistungsbereich auch im Jahr 2021 bei weitem nicht ausgelastet werden. Wie in früheren Konjunkturkrisen wird die Normalauslastung erst nach einer gewissen Zeit erreicht. Für Teile der Volkswirtschaft wird dies erst 2022 möglich sein, so die Einschätzung des IW.