Digitale Displays als Blickfang für den Kunden

Dominique Schroller

Veröffentlicht am 15.07.2020

Immer mehr Unternehmen setzen am POS auf interaktive Lösungen. Sie sind jedoch auch kosten- und wartungsintensiv.

Im Marketing spielt der Point of Sale eine entscheidende Rolle. Dort entscheidet sich schließlich, ob der Kunde das Produkt kauft oder eben nicht. Displays daher im Handel besonders wichtige Werbemittel, denn sie schaffen Aufmerksamkeit und beeinflussen die Entscheidung des Kunden. Denn der trifft seine Wahl häufig nicht rational, sondern emotional.

Displays sind nicht neu – besonders die Modelle aus Pappe haben sich in zahlreichen Branchen etabliert. Ihnen machen jedoch zunehmend digitale Lösungen Konkurrenz. Sie spielen sich durch interaktive Oberflächen und akustische Signale noch mehr in den Vordergrund. Inzwischen gibt es eine zahlreiche Varianten, wie beispielsweise interaktive Kundenstopper, digitale Schaukästen, LED Displays, Wanddisplays, Info Pults mit Berührungs-Bildschirm oder animierte Poster. Die Produkte entwickeln sich analog zum Smartphone-Markt und greifen gelernte Muster auf: Ein großes, dünnes, glattes und minimalistisches Design erzeugt ein modernes und edles Aussehen.

Leistungsfähig und bezahlbar

Die Leistungsfähigkeit darf jedoch nicht hinter der Optik zurückfallen und der Preis muss ebenfalls stimmen. Am Markt gibt es eine große Auswahl an Modellen mit unterschiedlichen Funktionen. Die beliebteste ist dabei die Touch-Eingabe, kostengünstiger ist allerdings die Touch-Folie hinter einer Glasfront. Das Material der Folie verfolgt dabei die Fingerbewegungen des Nutzers. Die teurere Alternative ist der Multi-Touch-Screen. Dieser Bildschirm ist eine besonders berührungsempfindliche Oberfläche und erkennt mehrere Berührungen gleichzeitig.

Ein Vorteil der digitalen Displays ist die schnelle und problemlose Änderung der Inhalte. Mithilfe einer Internetanbindung lassen sich sie sich einfach über ein entsprechendes Content Management System steuern. Zudem fallen Druckkosten weg und ein langfristiger Einsatz der Geräte ist möglich. Die Nachteile der digitalen Displays liegen in den Kosten für Wartung, Reinigung, Betrieb und Software.

Intuitive Optik – vielfältiger Einsatz

Besonders beliebt ist ein digitales Display, das einem interaktiven Android Tablet nachempfunden ist und sämtliche Anwendungen aus dem Appstore darstellen kann. Firmen können damit ihre bereits vorhandenen Apps auf Werbeflächen einsetzen. Für Kunden ist die Bedienung durch die Smartphone-Optik intuitiv. Das Gerät hat eine Laufzeit von 30.000 bis 40.000 Stunden und ist nicht nur für Messen, Veranstaltungen und den Einzelhandel interessant, wie das Beispiel vom Bahnhof in Mainz zeigt. Die Deutsche Bahn ermöglicht dort ihren Kunden eine Wartezeitverkürzung durch die Beschäftigung am Gerät. Es gibt Auskunft zu Fahrzeiten und Reisen. Ein großer Wunsch der Werbetreibenden ist es, mehr über die Zielgruppe erfahren. Dafür wären integrierte Kameras in den Displays ideal, jedoch ist das nach heutigem Stand der Datenschutzgesetzte in Deutschland noch nicht möglich.