Digitaldruck trifft Augmented Reality

Redaktion PSI Journal

Veröffentlicht am 20.10.2020

Die Deutschland-Niederlassung von Mimaki – weltweit aktiver Hersteller von Großformat-Tintenstrahldruckern und hochpräzisen Schneideplottern für die Bereiche Beschilderung/Grafik, Textil/Bekleidung und Industrie – ist an dem Kunstprojekt der Bundeskunsthalle in Bonn für die aktuelle Ausstellung „Max Klinger und das Kunstwerk der Zukunft“ beteiligt.

Das Museum zeigt bis 31, Januar 2021 rund 200 Werke vom Pionier des deutschen Symbolismus. Zum Teil der Ausstellung gehört die Augmented Reality-Sonderschau „When Art Comes To Life“. Ab 28. Oktober bis 20. Dezember 2020 haben angemeldete Besucher dabei jeden Mittwoch und Sonntag die Möglichkeit mit einer AR-Brille in die Tiefe der einzelnen Objekte des Gemäldes „Die Kreuzigung Christi“ (1888–1891) zu blicken und gleichzeitig einen Audio-Guide zu erhalten. Eine Führung dauert 15 Minuten. Für die Vorbereitung druckte das Mimaki-Team in München ein Replikat im Maßstab von 1:1. Nreal Technology Limited lieferte die passende AR-Brille, die grafische Darstellung sowie die technische Umsetzung übernahmen Deutsche Telekom AG und T-Systems Multimedia Solutions GmbH.

Realisierung durch Mimaki Kerntechnologien

Um die Originalmaße von 251 x 465 cm darzustellen, arbeitete Mimaki mit dem UV-LED Großformatdrucker UJV55-320. Das Replikat sollte in einem Spannrahmen fixiert werden, weshalb das Team ein Kunststoffgewebe als Material auswählte. Die Bildschärfe war ebenfalls eine Anforderung. Schließlich sollte die Reproduktion dazu dienen, die AR-Brille korrekt einzustellen, um auf der Ausstellung die einzelnen Objekte des Gemäldes in allen Details zu erkennen. Dafür setzte man auf die Mimaki eigenen Kerntechnologien wie Mimaki Advanced Pass System (MAPS) und Mimaki Fine Diffusion (MFD). MAPS vermeidet Streifenbildungen durch versetzt angeordnete Tintentropfen und gewährleistet einen natürlichen Farbverlauf. Durch MFD wird das während der Bilddatenverarbeitung entstehende Bildrauschen reduziert, sodass bessere Druckergebnisse ohne Farbabweichungen erzielt werden können.

Druck auf unterschiedlichsten Materialien

Rupert Pinzel von Mimaki Deutschland GmbH kommentiert als Projektansprechpartner: „Eine weitere Besonderheit von UJV55-320 ist, dass die UV-Tinte sofort durch das LED-Licht härtet und auch deshalb den Druck auf unterschiedlichsten Materialien erlaubt. Wir freuen uns sehr einen Beitrag für eine öffentliche Kultureinrichtung leisten zu dürfen und hoffen, dass noch mehr Museen die Möglichkeit von Digitaldruck erkennen.“ Weitere Informationen über Produkte und Dienstleistungen der Mimaki Deutschland GmbH unter: www.mimaki.de

Bild: Bei der Probe mit der AR-Brille.