Werbung leuchtend in Szene gesetzt

Caroline Zöller

Veröffentlicht am 04.02.2021

Seit dem 19. Jahrhundert macht Licht Marken sichtbar. Leucht-Werbung ist der Blickfang im Handel und der Außenwerbung.

Die Erfindung der Glühbirne schuf die Voraussetzungen für die Leuchtreklame. Die erste Werbung dieser Art bestaunten die Besucher der Londoner Crystal Palace Electrical Exhibition im Jahr 1882. In Deutschland war es die Marke Malton-Wein, die 1896 in Berlin mit einer Außenwerbung in leuchtendem Rot und Weiß die Blicke auf sich zog.

Das weltweit erste Neon Sign erhellte ab 1912 Paris und warb für einen Friseursalon. Erfunden hatte es Georges Claude, der zwei Jahre zuvor entdeckte, dass sich Gas in Glasröhren mit elektrischer Spannung zum Leuchten bringen ließ. Eine neue Werbeform war geboren. Sie setzt bald Marken weltweit in Szene. Eines der bekanntesten Lichthinweise ist bis heute das Willkommen-Schild der amerikanischen Wüstenstadt Las Vegas.

In Köln steht eine der stadtbekanntesten Neon-Reklamen sogar unter Denkmalschutz. Die animierte Leuchtwerbung der Biermarke Reissdorf Kölsch ist seit den 60er Jahren mitten in der Innenstadt an einer Hauswand zu sehen und zeigt eine Dame und einen Herrn, die abwechselnd das Glas erheben und ihr Lieblingsbier trinken.

Große Formenvielfalt möglich

Neon Signs sind bis heute aufmerksamkeitsstarke Werbeträger für Markenlogos, Schriftzüge oder bildhafte Darstellungen. Der Formenvielfalt sind kaum Grenzen gesetzt.

Die Schilder sind sowohl im Innen- als auch im Außenbereich einsetzbar und können mit oder ohne Hintergrundplatte direkt an der Wand installiert oder in einer Box als Standlösung produziert werden. Zur Installation von größeren Werbeanlagen ist eine entsprechende Halterung – je nach Größe mit entsprechender Statik – erforderlich. Auch die Wartung einer Anlage ist bei der Planung zu berücksichtigen.

Das LED-Neon ist zum klassischen gasgefüllten Vorgänger längst eine robuste und energieeffiziente Alternative. Bei dieser Variante bringen Leuchtdioden, die zum Beispiel in Kunststoff-Panele eingebettet sind, den Werbeschriftzug zum Leuchten.

Individuelles Design

Im Online-Konfigurator von Sygns lassen sich Neon Signs als Schriftzug in Typografie und Designs individuell gestalten und in Echtzeit preislich kalkulieren. Der Nutzer kann neben der Ausführung direkt die Größe, Farbe, die Ausführung und die Elektrifizierung wählen und bestellen. Bei komplexen Projekten berät das Berliner Unternehmen seine Kunden, unterstützt bei der Umsetzung und übernimmt auf Wunsch auch die Installation.

Der Zentralverband Schilder- und Lichtreklame (ZVSL) unterstützt ebenfalls bei der Suche nach professionellen Partnern zur Realisation einer individuellen Leuchtreklame. Auf der Homepage des Verbandes lässt sich über die Suchfunktion ein ortsansässiger Fachbetrieb finden.

Übrigens: Am 9. November ist der Tag der Neon-Schilder. Der National Neon Sign Day entstand in den USA. Das Datum hat eine historische Referenz. Der 9.11.1911 ist der Tag der Patenteinreichung für die Neonröhre durch den Franzosen Georges Claude. Am 19. Januar 1915 erhielt er das US-Patent mit der Nummer 1125476.

Bilder:
Aufmacher Pablo Gentile auf Unsplash
Las Vegas David VivesLas Vegas auf Unsplash