Vom Entwurf bis zum fertigen Tuch – den Prozess als Ganzes sehen

Olesja Kehler

Veröffentlicht am 19.05.2021

HERKA-Frottier ist eine der wenigen verbliebenen Webereien in Europa. Der 1927 im österreichischen Waldviertel gegründete Betrieb fertigt hochwertige Frottier- und Küchentücher an und beschäftigt heute etwa 70 Mitarbeiter.

„Um mitten in Europa zu produzieren, haben wir uns schon vor Jahrzehnten darauf fokussiert, immer einen Schritt schneller, wendiger und nachhaltiger zu sein als andere. Und das bei hoher Qualität“, so Thomas Pfeiffer, Geschäftsführer in vierter Generation.

Wenn heute irgendwo ein Projekt mit 1.000 Strandtüchern in nur vier Wochen realisiert wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Tücher aus Kautzen kommen. „Und wenn es nur 100 Tücher sind, ist die Wahrscheinlichkeit noch etwas höher, denn das können nur ganz wenige Webereien weltweit“, resümiert Pfeiffer.

In enger Partnerschaft mit dem Handel haben wir gelernt, den Prozess als Ganzes zu sehen,“ erklärt Pfeiffer. „So steht heute am Anfang von jedem neuen Projekt der Dialog mit dem Händler. Danach folgen mit dem Angebot erste professionelle Gestaltungsvorschläge. Dies beschleunigt den Vertriebsprozess und der Industriekunde hat vom ersten Moment an eine klare Vorstellung davon, wie ‚sein‘ Tuch später einmal aussieht.“

Und weil derzeit die Beratung und Schulung der Händler vor Ort erschwert ist, bietet Herka ab sofort die Möglichkeit einer „Hybridberatung“. Eine hochwertige Muster-Kollektion kommt per Paket zum Händler – die Beratung erfolgt via Videokonferenz.

Text & Bild: HERKA