Ein Gesetz, das viel verändert: Das Deutsche Lieferkettengesetz

Julia Bernert

Veröffentlicht am 05.09.2022

Am 1. Januar 2023 tritt das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Kraft, mit dem in Handel und Produktion weltweit Menschenrechte gewahrt, Arbeitsbedingungen verbessert und Umweltstandards durchgesetzt werden sollen. Schätzungsweise rund 3.000 Unternehmen werden davon betroffen sein. Was wird sich für die Werbeartikelwirtschaft ändern?

Die gesetzliche Pflicht zur Einhaltung bestimmter Verhaltensregeln (Compliance) gilt ab 2023 nicht nur für deutsche, sondern auch für internationale Unternehmen mit Beschäftigten in Deutschland. Betriebe sind verpflichtet, bei all ihren internationalen Zulieferern und Partnern die Einhaltung dieser Standards zu überprüfen. Dazu werden unter anderem Maßnahmen wie regelmäßige Risikoanalysen oder die Implementierung eines Risiko- und Beschwerdemanagements notwendig. Hier muss bei vielen Mitarbeiter:innen gezielt Wissen über die neuen Vorschriften und Verhaltensregeln in Weiterbildungen und Schulungen aufgebaut werden. Zwar wird das neue Gesetz für Unternehmen mit weniger als 3.000 Mitarbeitern zunächst stufenweise eingeführt und berührt auch keine zivilrechtlichen Ansprüche. Dennoch drohen bei Verstößen neben gravierenden Imageschäden auch durchaus empfindliche Geldstrafen. Das LkSG ist Herausforderung und Chance zugleich: Mehr Kontrolle in der Compliance bedeutet immer auch engere Zusammenarbeit und mehr Transparenz innerhalb der gesamten Lieferkette – und somit eine bessere Wettbewerbsfähigkeit.

Das PSI möchte seine Mitglieder unterstützen, damit sie bei Inkrafttreten des neuen Gesetzes optimal vorbereitet sind. Was Unternehmen beachten sollten, erläutert Astrid Langenstein, Team Leader Product Sourcing beim PSI, in den kommenden Wochen hier auf https://www.planet-advertising.com.